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Sommer am Pfänder

6 April 2010 1,647 mal gelesen

Panoramablick inklusive

Einzigartig ist der Ausblick auf den Bodensee und 240 Alpengipfel vom 1064m hohen Pfänder. Eindrucksvoll sind die Greifvogel-Flugschauen in der Adlerwarte Pfänder. Imposant präsentieren sich die Wildtiere im Alpenwildpark Pfänder. Hautnah fühlbar ist die Natur bei einer Wanderung oder Radtour am Pfänderrücken und ins Tal. Grenzenloser Genuss ist garantiert! (Bildnachweis: Pfänderbahn)

Pfänderbahn

Ab Bregenz (A) von 421m auf 1022m Seehöhe in nur 6 Minuten – eine beeindruckende Leistung, welche die Pfänderbahn vollbringt. Jedoch nicht nur durch einwandfreie Technik und größte Sicherheit zeichnet sich diese Bergbahn aus. Komfort wie, Barrierefreiheit durch niveaugleiche Ein- und Ausstiege (bestens geeignet für Fahrrad-, Kinderwagen- und Rollstuhltransport) und geräumige Panoramakabinen mit einigen Sitzplätzen, wird groß geschrieben. Schon während der Fahrt haben große und kleine Besucher durch die weit herunter gezogenen Fenster einen unvergleichlichen Ausblick auf das Dreiländereck. Die Talstation der Pfänderbahn ist bestens mit Auto, Bus, Bahn oder einem der Bodenseeschiffe erreichbar. Parkplätze für Autos und Busse sind vorhanden und vom Bahnhof/Hafen sind es 15/8 Gehminuten. Die Talstation der Pfänderbahn verfügt über eine neue, großzügig angelegte Auffahrtsrampe, so dass auch Besucher mit Kinderwägen, Rollstühlen und Fahrrädern von vorne bequem in den Eingangsbereich gelangen.

Einzigartige Aussichten

An der Bergstation der Pfänderbahn empfiehlt sich ein Rundgang zu den schönsten Aussichtspunkten am Pfänder. Gleich auf der Bergstation befindet sich die Rheintalterrasse mit direktem Blick auf das Grenzgebiet des alten und neuen Rheins, den majestätischen Berggipfeln der Schweiz, Liechtensteins und Vorarlbergs.

Weiter geht’s zum historischen und handgearbeiteten Bergpanorama aus den 30er Jahren, welches auf einer Lithographie um 1870 „Im Herzen der Landschaft” basiert und alle, in Kupferplatten gravierte, umliegenden Berggipfel zeigt. Der Mensch, mit dem Pfänder als Mittelpunkt, kann mit dessen Hilfe in einem Halbkreis jeden einzelnen Gipfel zuordnen. Eine Herausforderung – nicht nur für Gipfelbegeisterte.

Das Seepanorama zwischen Bergstation und Aussichtsrestaurant Berghaus Pfänder mit fotografischem, beschriftetem Regionspanorama gibt einen Überblick über Länder, Kantone, Städte und sehenswerte Orte der Region. Aufgrund der virtuellen Überwindung von 42m Erdkrümmung ist bei klarer Sicht die Stadt Konstanz am Horizont erkennbar.

Für technisch Interessierte lohnt sich ein Aufstieg zur Pfänderspitze, wo sich ein Sendemast mit 94m Höhe, der die TV- und Radiobegeisterten im Bodenseeraum versorgt, befindet.

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(Bild von Stephan A. | creativecommons-license)

Adlerwarte Pfänder

Der Höhepunkt eines Pfänderausflugs ist der Besuch der Adlerwarte. Diese ist von 1. Mai bis Anfang Oktober täglich geöffnet. Rechtzeitig nach den kalten Wintermonaten kehrt die Falknerfamilie Seylehner mit Ihren Greifvögeln, welche alle gezüchtet und nicht der freien Wildbahn entnommen wurden, aus dem oberösterreichischen Winterquartier auf den Pfänder zurück. In der im Jahr 2007 adaptierten Adlerwarte Pfänder zeigen Adler (sibirischer Steppenadler, Steinadler, Weißkopfseeadler, afrikanischer Schrei- seeadler), Gänsegeier, Milane, Uhus (Groß- und Fleckenuhu) und Falken (Saker- und Wanderfalken) um 11.00 und 14.30 Uhr Ihre natürlichen Flugkunststücke im Aufwind des Pfänderhanges vor herrlichem Bodenseepanorama. Während der Vorführung werden die Lebensgewohnheiten und Verhaltensweisen der Greifvögel genau erklärt, aber auch so manche lustige Geschichte wird preis gegeben. Etwa die vom schnitzelstehlenden Milan, von der kecken Geierdame Lotte die gerne Auto fährt oder Begebenheiten mit den aus eigener Zucht entstammenden Geierkindern Hugo, Tina und Daisy. Eine informative, drollige Vorführung für Jung und Alt. Die Flugschauen finden außer bei Nebel immer statt.

(Bildnachweis: Pfänderbahn)

Alpenwildpark Pfänder

Der im Jahr 1977, anlässlich des 50jährigen Bestehens der Pfänderbahn errichtete Alpenwildpark ist besonders bei Familien sehr beliebt. Die Kleintiergehege mit Hasen, Zwergziegen, Hängebauchschweinen eröffnen den ca. 30minütigen Rundgang. Es folgen Gehege mit imposanten Steinböcken, gefährlich anmutenden Wildschweinen, aufmerksamen Mufflons und mächtigen Hirschen. Am Ende des Rundgangs wird man von lustigen Murmeltieren, welche keine Scheu vor den Besuchern zeigen, verabschiedet. Schautafeln geben zusätzliche Informationen über Fauna und Flora der Alpen.

Ein großer Spielplatz mit der längsten Trockenrutsche Vorarlbergs, Korbschaukel, Wippfiguren und Klettergerüsten lässt Kinderherzen höher schlagen. Seit drei Saisonen erfreut sich zudem das Riesentrampolin besonderer Beliebtheit.

(Bildnachweis: Pfänderbahn)

Käsewanderweg

Einen Einblick in die bäuerliche Kultur und Tradition am Pfänder bekommt man am Käsewanderweg. Der Einstieg befindet sich ca. 15 Gehminuten von der Pfänderbahn-Bergstation entfernt. Die Wanderung führt über den Höhenwanderweg Richtung Eichenberg und Möggers. Schautafeln am Wegesrand informieren über Details der Käseerzeugung. Zahlreiche Bauernhöfe und Sennereien am und um den Weg laden zu einem Zwischenstopp ein um die selbst erzeugten Produkte zu verkosten und selbstverständlich auch mitzunehmen. Bereits für kleine Gruppen werden Betriebsbesichtigungen angeboten: Einmal dem Bauern beim Melken über die Schulter zu schauen oder den Senner beim Käsewenden zu beobachten ist sowohl für Kinder als auch Erwachsene ansprechend und lehrreich. Wanderführer, welche auf Anfrage zur Ver- fügung stehen, machen diese Wanderung doppelt unterhaltsam, denn Sie informieren interessant und humorvoll über bäuerliche Strukturen, Land- und Forstwirtschaft sowie Wald und Wiese. Dauer zw. 3 und 5 Stunden.

(Bild von Stephan A. | creativecommons-license)

Wanderspaß

Wanderspaß pur verspricht das kilometerlange, bestens befestigte und beschilderte Bergwegenetz am Pfänder. Es offeriert eine Vielzahl an Wandervarianten mit traumhaften Ausblicken auf See und Berge. Vom kleinen Spaziergang bis zur ausgedehnten Wanderung ist alles möglich. Empfehlenswert sind die Talwanderung über das „Gschlief” – die Direttissima – zur Talstation der Pfänderbahn (ca. 1 Std.), die Talwanderung über die Fluh zum Gebhardsberg und den Waldlehrpfad nach Bregenz (ca. 2,5 Std.), der Höhenwanderweg am Pfänderrücken entlang nach Scheidegg (ca. 3,5 Std.) oder die DreiEintausender Wanderung vom Pfänder (1064m) über den Hochberg ( 1069m) zum Hirschberg (1095m) und retour (ca. 5 Stunden). Eine neue Wanderkarte der Höhenregion Pfänder ist an den Kassen der Pfänderbahn erhältlich.

Für Gruppen werden geführte Themenwanderungen angeboten: Bei der „Drei-Eintausender-Wanderung” erobern die Wanderer den 1064m hohen Pfänder, den 1095m hohen Hirschberg und den 1069m hohen Hochberg. Die Wanderung „Einzigartige Aussichten und Panoramen” führt zu den beeindruckensten Aussichtspunkten der Pfänderregion. Bei der „Kräuterwanderung” erfahren die Wanderer Wissenswertes über die bestmögliche Verwendung von Wald- und Wiesenpflanzen von einem regionsansässigen Kräuterprofi.

Genuss-Radeln

Durch die vielen verkehrsarmen Strassen und Güterwege ist die Region um den Pfänderstock mittlerweile zu einem Paradies für Radfahrer geworden. Ausgehend von der Pfänderbahn Bergstation lädt eine Vielzahl von landschaftlich reizvollen Wegen zum gemütlichen Radwandern auf dem Pfänderrücken von Eichenberg bis Lochau oder ins nahe Allgäu nach Scheidegg ein. Die Pfänderbahn befördert ganztags Fahrräder, von 8 bis 10 Uhr kostenlos.

Geschichte Pfänderbahn

Als dritte Personen-Seilschwebebahn Österreichs wurde die Pfänderbahn am 20. März 1927 eröffnet. 1938 werden die Holzkabinen durch Leichtmetallkabinen ersetzt. 1959 wird die gesamte Betriebsanlage erneut modernisiert und umgebaut. Um dem großen Besucherandrang gerecht zu werden wird die Pfänderbahn 1994/95 komplett neu errichtet. Großraumkabinen für 80 Personen werden angeschafft. Eine Diskussion über die neue 54m hohe “Pfänderstütze” wird entfacht. Die Vorteile der neuen Stütze überwiegen. Die Gegenstimmen verstummen. Im 80. Jubiläumsjahr 2007 wurde bereits der 30.000.000millionste Fahrgast begrüßt.

Weitere Informationen

Fahrplan Pfänderbahn:
- täglich von 8.00 bis 19.00 Uhr
- zu jeder vollen und halben Stunde
- ab 10 Personen alle 15 Minuten
- bei Bedarf alle 6 Minuten 80 Personen
- von 17.00 bis 19.00 Uhr günstige Abendkarten
- die Bahn ist täglich nach 19.00 Uhr bis 23.00 Uhr auf Anfrage buchbar
- Aperitfs, Bierverkostungen und Weindegustationen bei verlangsamter Bergfahrt in der Pfänderbahn (für max. 40 Personen)

Alpenwildpark:
- täglich geöffnet von 8.30 bis 18.30 Uhr
- freier Eintritt

Adlerwarte Pfänder:
- geöffnet von 1. Mai bis 3. Oktober 2010
- Flugschauen täglich um 11.00 und 14.30 Uhr

Aussichtsrestaurant Berghaus Pfänder:
- geöffnet von 4. Mai bis 26. September 2010
- täglich von 9.30 bis 18.30 Uhr
- abends für Gruppen bis zu 300 Personen auf Anfrage geöffnet

Gasthaus Pfänderdohle:
- geöffnet bis 3. Mai 2010 und wieder von 27. September 2010 bis Anfang Mai 2011
- täglich von 9.30 bis 18.30 Uhr
- abends für Gruppen bis zu 120 Personen auf Anfrage geöffnet

Pfänderbahn Museum in der Talstation:
- täglich geöffnet
- Eintritt frei

Mehr Infos finden Sie im Internet unter Pfänder www.pfaenderbahn.at

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